Gesundheit

Projekte zur Gesundheitsförderung

Burnout-Prävention

Kooperation von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie

Fortbildungen zum Thema Kindeswohlgefährdung/Fachkräfte nach §8a SGB VIII

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Projekte zur Gesundheitsförderung

"Gesundes Führen" - Führungskräftetrainings, Coaching und Beratung

"Gesund in der Kita" - ein Modellprojekt für die "elkinder - Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten zur Erhöhung von Arbeitszufriedenheit und Anwesenheitsquoten

speziell für Kinder: Wie funktioniert mein Körper?  Woher komme ich? Was bedeutet "Denken"? Warum weint jemand?
Gesundheitsförderung mit Kindern ist ein wichtiges und lustvolles Thema. Eine ganzheitliche praktische Umsetzung hilft, auch komplexe Zusammenhänge zu verstehen und nachzuempfinden. Die Agentur für Prävention entwickelt Spiel- und Lernstationen, große Gesundheitsaktionen und Projekttage/ -wochen,
z.B. "Gesunde Kiste" für den PARITÄTischen Hamburg und das Modellprojekt "fit & clever" mit der Kita Schweidnitzer Straße, Hamburg.

Ansprechpartner: Mario Müller


Burnout-Prävention

Coaching oder Supervision im Kontext von Burnout-Prävention nimmt neben den Arbeitsfunktionen die Person als ganze in den Blick. Denn ein wesentliches „Instrument“ des Handelns ist die eigene Person mit ihren individuellen Neigungen, lebensgeschichtlich erworbenen Erfahrungen undKompetenzen, Stärken und Schwächen. In der Burnout-Prävention geht es im Kern darum, dieses „Instrument“ zu pflegen und zu schützen. Sie dient daher nicht nur dem individuellen Wohlbefinden und der Gesundheit, sondern fördert auch die Qualität professionellen Handelns. Der Umgang mit sich Selbst ist in der Gesundheitsförderung und speziell in der Burnout-Prävention ein zentrales Thema und Ausgangspunkt für viele weitere Fragestellungen. Zentral geht es hier darum, die Ressourcen des Handelns in sich wahrzunehmen und zu aktivieren, aber auch die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit zu erkennen und zu berücksichtigen. Berufsbezogene Fragestellungen werden also in dem größeren Kontext der ganzen Person betrachtet. 
Unsere Angebote der Burnout-Prävention und das begleitende Coaching dienen der Anleitung zur Selbstsorge und folgen dem Konzept der „Salutogenese“ (Antonovsky 1997). Gemeinsam werden in diesem Konzept Bedingungen für die Förderung oder den Erhalt von Gesundheit erarbeitet. Einzentraler Aspekt ist hier das Gefühl von „Kohärenz“, d.h. die Stimmigkeit im Hinblick auf das eigene Denken und Handeln. Dafür sind insbesondere drei Komponenten bedeutsam (vgl. Buer/ Schmidt-Lellek 2008): 1. Verstehbarkeit und Durchschaubarkeit 2. Handhabbarkeit und 3. Sinnhaftigkeit.Ausgehend von einem Stufenmodell des Burnouts kann die Beratung auch Aspekte einerKrisenintervention implizieren. Die Intensität des Coachingsangebots ist also abhängig vom Ausmaßder möglichen Belastungsindikatoren.

-> Weitere Informationen zur Supervision und Beratung bei Burnout als PDF-Datei
-> Weitere Informationen zum Projekt "Burnout-Prävention in der Pflege" als pdf



Kooperation von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie

Fortbildungsmodule: Schwierigkeiten und Chancen in der Kooperation von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe
Zwischen den Bereichen Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es eine vielschichtige, historisch gewachsene Zusammenarbeit, die nicht immer ohne Irritationen verläuft. Beide Arbeitsbereiche haben „viel miteinander zu tun“ und sind doch zwei Systeme, die sich deutlich unterscheiden. Wer zusammenarbeiten will oder soll, muss von einander wissen: Arbeitsformen und Methoden, Rechtsgrundlagen und Finanzierungsmodalitäten sind hier verschieden. Gleichwohl sind beide Bereiche vielfach auf eine gelingende Kooperation angewiesen.  Die Agentur für Prävention bietet daher unterschiedliche Fortbildungsmodule für Mitarbeiter_innen der Jugendhilfe und der Psychiatrie, um ein "Klima der Kooperation" fördern. In diesen Veranstaltungen soll aufgezeigt werden, wie zukünftig systemübergreifende Hilfen für Kinder und Jugendliche an den Hilfebedarfen der Betroffenen orientiert gestaltet werden können.

Ziel/Inhalt:

- Systemische Aspekte von Kooperation und Abgrenzung
- Fallanalysen aus der praktischen Arbeit der Seminarteilnehmer/innen
- Wohin mit den „besonders Schwierigen“?
– Möglichkeiten der Krisenintervention in der Kinder- und Jugendhilfe
- Diagnostik und Fallverstehen als eigenständige Kompetenz in der Jugendhilfe
- Modellprojekte der Kooperation
- Übergänge zwischen den Systemen aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen
- Spezifische Aspekte im Zusammenhang mit dem § 35a SGB VIII
- Besondere Diagnosen/Störungsbildung


Fortbildungen zum Thema Kindeswohlgefährdung/Fachkräfte nach §8a SGB VIII

Das Thema des Kindesschutzes ist noch immer hochaktuell. Die tragischen Fälle von Misshandlungen, Vernachlässigung der letzten Jahre führen zu einer intensiven Fachdebatte, wie der Kinderschutz in Deutschland zukünftig weiter verbessert werden kann. Der neue § 8a SGB VIII „Schutzauftrag des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdung“ konkretisiert in diesem Zusammenhang die Forderung an Fachkräfte der Soziale Arbeit, bei Kindeswohlgefährdung systematisch vorzugehen.

Gefährdungen einzuschätzen, auf Hilfen hinzuwirken, gesetzliche Grundlagen kennen, schwierige Elterngespräche führen und Kriseninterventionen einleiten, sind nur einige der komplexen Anforderungen, die in diesem Handlungsfeld zu bewältigen sind. Die Agentur für Prävention bietet in daher für Mitarbeiter_innen der Kinder- und Jugendhilfe unterschiedliche Fortbildungsmodule zum Themenkomplex des Kinderschutzes und der Kindeswohlgefährdung an. Außerdem sind auch kurzfristige Fallsupervisionen möglich.

Dokumentation der Fachtagung „Supervision im Kontext von Kindeswohlgefährdung“(PDF-Datei)

Ansprechpartner:
Klaus Wilting, Dipl.-Pädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Supervisor (DGSv.)

Veröffentlichungen:
Wilting, K.: Verdacht auf Kindesmisshandlung und Vernachlässigung - und wie Supervision darauf reagiert;
in: DBSH-Landesrundbrief Niedersachsen/Hamburg/Bremen,01/08, S. 8

Wilting, K.: Supervision bei Verdacht auf Kindesmisshandlung und Vernachlässigung, in: DGSv-Aktuell, 3/2007, S. 22

Wilting, K.: Verunsicherung, Angst, Dequalifikation: Schwierige Rahmenbedingungen für den individuellen Helfer(innen)alltag; in: Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutzzentren (Hg.): Die Jugend(hilfe) von heute - Helfen mit Risiko, Köln 2009, S. 199ff.